Mein Schatten und ich stehen uns sehr nahe. Ich habe ihn liebevoll Follower getauft und fühle mich jetzt wie ein Blogger. Allerdings haben wir diese Art von Freundschaft, die an schlechten Tagen nicht mehr existiert, immer nur an sonnigen Tagen, aber dann amüsieren wir uns prächtig zusammen über die Wortwörtlichkeit.

Wir marschieren zusammen durch die Welt, wenn es für euch okay ist, dass ich Berlin so nenne, und reißen schlechte Witze, wie „Was ist ein Keks unter einem Baum?“ „Ein schattiges Plätzchen!“, und regen uns gemeinsam über schlechte Menschen und das Internet auf, aber sagen dabei nie Dinge wie „früher war alles besser.“ Früher war nämlich nix besser, da war DDR und NS-Regime und der 1. Weltkrieg, da hat man dann vielleicht nur mehr wertgeschätzt, was man hatte.

Heute hat man viel, und entgegen der Meinung, Geld mache nicht glücklich, wissen wir es besser. Von Geld kann man sich nämlich unzählige Dinge kaufen, und mein Schatten und ich kriegen dabei immer Vergünstigungen. Neulich haben wir einen Pay-1-get-2-Deal gemacht, da habe ich mir einen Hut gekauft, genauso einen wie mein Schatten ihn dann auch bekommen hat. Wir sind sehr glücklich in unserer Zweisamkeit. Manchmal lege ich mich auf ihn und dann kuscheln wir.
Am Ende unseres Lebens werden wir gemeinsam beerdigt, vorausgesetzt, die Sonne scheint.
Am Ende dieses Textes erwartet man vielleicht noch eine Pointe oder eine Quintessence, dabei ist hier nur das Ende. Gewöhnt euch dran, das Leben ist voller Enttäuschungen.

©leoxless

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